Das Wort “Kleinod” Hat den Wettbewerb um das schönste bedrohte Wort gewonnen.
Womit hat es sich dabei auf sich? Das ganze ist ganz einfach. In der duetschen Sprache gehen (wie jedes Jahrhundert, jede Epoche immer wieder) Wörter verloren, die nicht mehr oder kaum genutzt werden.
Und unter diesen Wörtern wurde das schönste gesucht.
Es wurden mehr als 2900 Wörter (darunter 2000 verschiedene)zugesendet und bewertet.
“Bedrohte” Wörter erkennt man daran, dass sie nur noch selten im aktiven Sprachgebrauch
auftauchen. Es können Modewörter sein, die sich inzwischen überlebt haben, zum Beispiel
dufte oder knorke. Oder Wörter, die in Vergessenheit geraten, weil die Dinge, die sie
bezeichnen, aussterben, z.B. Wählscheibe oder Jutebeutel. Ebenso alte Wörter, die von
neuen Wörtern (Neologismen) verdrängt werden, wie Hagestolz (heute “Single”) oder
Gabelfrühstück (heute “Brunch”).
Die Siegerwörter im Wettbewerb “Das bedrohte Wort”:
1. Kleinod
2. blümerant
3. Dreikäsehoch
4. Labsal
5. bauchpinseln
6. Augenstern
7. fernmündlich
8. Lichtspielhaus
9. hold
10. Schlüpfer
Viele kennen diese Wörter nicht einmal mehr. Was ich sehr schade finde. Ich kenne viele Wörter wo selbst ich shconmal angeschaut werde, und ich erst drauf hingewiesen werde , dass dieses Wort selten benutzt wird.
Was für Wörter findet ihr bedroht?
PS: was ist mit knorke oder famos, Harnebüchnern (schreibt man das so?)
Interessant. “blümerant”, “bauchpinseln”, “Augenstern” kenne ich nicht wirklich.
Aha!
Labsal ist mir als einziges unbekannt.
Dreikäsehoch und Schlüpfer waren im Berliner Raum noch häufig benutzt als ich dort wohnte.
Lichtspielhaus, so hiess das Kino früher in meiner Heimatstadt, das hat aber kurz nach der Wende zugemacht.
Ich glaube einige der Wörter, die ich in meiner Kindheit verwendet habe, sind bedroht. Bestes Beispiel: Wer geht denn heute schon noch in die “Kaufhalle” oder besser noch in den “Konsum”?
Aber das ist alles arg politisch-geschichtlich und regional geprägt würde ich vermuten.